Coachingausbildung

Was macht eine gute Coachingausbildung aus? 7 Kriterien + Checkliste

Rund 30.000 Menschen bieten in Deutschland Coaching an, fast jeder Anbieter verspricht die beste Ausbildung. Mit 7 Kriterien und unserer Checkliste erkennst Du, welche wirklich trägt.

Tobias SchwarzhuberTobias SchwarzhuberLehrcoach an der Falkenberg Akademie
Veröffentlicht am
14 Min. Lesezeit
Coaching-Gespräch während der Ausbildung an der Falkenberg Akademie

Das Wichtigste in Kürze

  • „Coach“ ist kein geschützter Titel. Seit dem Coachingboom gibt es Hunderte Ausbildungen, und ihre Qualität schwankt enorm.

  • Eine gute Ausbildung erkennst Du an sieben Punkten: erfahrene Lehrtrainer, ein Aufbau mit genug Zeit, enge Betreuung, viel Praxis, breites Methodenverständnis, Raum für Selbstreflexion und ein Zertifikat, das man kennt.

  • Unter jedem Punkt findest Du eine kurze Checkliste. Am Ende stehen alle Fragen für Dein Erstgespräch, auch als PDF zum Ausdrucken.

Inhalt

Coaching, der Traum vom Helfen, der zu schnell wuchs

Menschen begleiten, wenn sie an einem Wendepunkt stehen. Für viele ist das ein Lebenstraum. Genau dieser Traum hat Coaching in den letzten Jahren zu einem Markt gemacht, der rasant gewachsen ist.

Als wir vor über 20 Jahren angefangen haben, war Coaching vor allem ein Thema für Unternehmen. Führungskräfte holten sich Unterstützung bei Veränderungen, schwierigen Teams oder dem nächsten Karriereschritt. Nach und nach entdeckten auch Privatpersonen Coaching für sich: bei beruflicher Neuorientierung, in Beziehungen oder bei der Frage, was sie eigentlich wollen.

Mit der Coronapandemie kam der große Schub. Viele Menschen haben ihr Leben und ihren Beruf grundsätzlich hinterfragt, und Coaching fand plötzlich online statt. Die Zahlen zeigen, wie schnell der Markt gewachsen ist:

Wie viele Ausbildungen es heute sind, zählt niemand genau. Wir schätzen, dass es deutlich mehr geworden sind, denn das Geschäftsmodell vieler Coaches ist es inzwischen, selbst Coaches auszubilden.

Der Boom hatte eine Kehrseite. Damit sich Ausbildungen schnell verkaufen, wurden sie kürzer, günstiger und größer:

  • Wochenendkurse mit Zertifikat

  • Onlineprogramme mit riesigen Gruppen

  • Videokurse ohne ein einziges begleitetes Coaching

Das Ergebnis spüren Klienten bis heute: Coaches, die unsicher werden, sobald es emotional wird, die Ratschläge statt Fragen geben oder Themen anfassen, die in eine Therapie gehören. Das schadet dem Ruf der ganzen Branche.

Der Traum lebt trotzdem. Coaching wirkt, wenn es professionell gemacht ist, und es ist ein erfüllender Beruf. Der Schlüssel dafür ist eine gute Ausbildung. Genau darum geht es in diesem Artikel.

Warum die Wahl so schwierig ist

Wer heute eine Coachingausbildung sucht, steht vor einem Dschungel aus Begriffen. Life Coach, Systemischer Coach, Business Coach, Mindset Coach, Resilienz Coach, Executive Coach: Hinter jedem Namen kann eine fundierte Ausbildung stehen oder ein Onlinekurs über ein Wochenende. Geschützt ist keiner dieser Titel.

Bei den Zertifikaten sieht es ähnlich aus, und jeder Abschluss folgt eigenen Regeln:

  • Coachingverbände: Deutscher Bundesverband Coaching (DBVC), International Coaching Federation (ICF), Deutscher Coaching Verband (DCV), Deutscher Verband für Coaching und Training (dvct)

  • Systemische Verbände: DGSF und Systemische Gesellschaft

  • Weitere Abschlüsse: IHK-Zertifikate, Hochschulzertifikate und die eigenen Zertifikate der Anbieter

Das ist nicht nur ein Problem, wenn Du eine Ausbildung suchst. Auch Klientinnen und Klienten verstehen kaum, was hinter den Titeln steckt, und können schwer einschätzen, wem sie sich anvertrauen. Umso wichtiger ist eine Ausbildung, deren Qualität Du später erklären und belegen kannst.

Der Guide: 7 Kriterien für eine gute Coachingausbildung

Nach über 20 Jahren Erfahrung sind es für uns sieben Punkte, an denen sich eine gute Ausbildung entscheidet. Zu jedem bekommst Du eine kurze Checkliste. Und weil wir selbst ausbilden, zeigen wir Dir unter jedem Punkt offen, wie wir es machen. Vergleich uns gern genau mit diesen Kriterien. Alle Checklisten bekommst Du am Ende auch gesammelt als PDF zum Ausdrucken.

Erste Seite: Checkliste: Die gute Coachingausbildung
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Checkliste: Die gute Coachingausbildung

7 Kriterien und 15 Fragen für Dein Erstgespräch, zum Ausdrucken

Du bekommst die Checkliste sofort hier und als Link per E-Mail. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

1. Lehrtrainer: Wer selbst coacht, kann es lehren

Coaching ist ein Praxisberuf. Wer gut coacht, hat mit sehr unterschiedlichen Menschen gearbeitet:

  • im Beruf: mit der Führungskraft im festgefahrenen Konflikt oder der Gründerin, die an sich zweifelt

  • im Privaten: mit der Mutter, die sich überfordert fühlt, dem Vater, dem die Bindung zu seinem Kind fehlt, oder Menschen, die in Beziehungen immer wieder an dieselben Grenzen stoßen

Aus dieser Vielfalt an Erfahrungen entsteht die Kompetenz, die man an andere weitergeben kann.

Ein guter Lehrtrainer coacht deshalb nicht nur selbst gut. Er bringt seine Erfahrung auch in den Unterricht ein: echte Fälle, typische Stolpersteine und das, was sich in der Praxis wirklich bewährt hat. Dafür braucht er beides: viele Jahre Erfahrung und eine Praxis, die bis heute andauert.

Darauf achtest Du:

  • Die Lehrtrainer coachen selbst noch regelmäßig.

  • Sie haben viele Jahre Erfahrung mit beruflichen und privaten Themen.

  • Sie bringen echte Fälle aus ihrer Praxis in den Unterricht ein.

  • Du kannst sie vor der Anmeldung kennenlernen.

So läuft es oft: Auf vielen Websites stehen beeindruckende Lebensläufe. Schaut man genauer hin, coachen manche Trainer seit Jahren nicht mehr selbst und unterrichten nur noch. Andere bilden schon aus, obwohl sie selbst erst seit zwei, drei Jahren coachen. Beides merkst Du spätestens dann, wenn eine Frage über das Skript hinausgeht.

So machen wir es: Bei uns unterrichten Lehrcoaches, die selbst aktiv coachen. Ausbildungsleiter ist Florian Falkenberg. Er ist Diplompädagoge, Systemischer Coach und Systemischer Familientherapeut (beide DGSF) und lehrt an der Universität Regensburg. In 20 Jahren hat er rund 850 Trainings geleitet und mehr als 9.000 Teilnehmende begleitet. Und er coacht bis heute selbst.

2. Aufbau: Coaching braucht Zeit

Professionelle Coaches können sich selbst reflektieren und ihrem Gegenüber einen ehrlichen Spiegel vorhalten. Sie hängen nicht an eigenen Leistungsmustern, brauchen keine Bestätigung von ihren Klienten und weichen Emotionen nicht aus. Das lässt sich lernen, aber nicht an ein paar Wochenenden.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Zahl der Ausbildungstage, sondern auch die Zeit dazwischen. Sie muss gut begleitet sein, mit klaren Impulsen für Deine eigene Entwicklung: E-Learnings, Workbooks, Aufgaben zur Selbstreflexion. Und Du musst echte Coachings sehen. In der Theorie wirkt Coaching oft wie ein fester Ablauf, in der Praxis ist es sehr beweglich. Die Feinheiten erkennst Du erst, wenn Du erfahrenen Coaches bei der Arbeit zuschaust.

Darauf achtest Du:

  • Die Ausbildung läuft über mehrere Monate, mit Zeit zum Üben zwischen den Modulen.

  • Zwischen den Ausbildungstagen gibt es klare Aufgaben für Deine Entwicklung.

  • Du siehst echte Coachings und nicht nur nachgestellte Beispiele.

So läuft es oft: Viele Ausbildungen packen alles in wenige Tage am Stück oder verkaufen einen Videokurs als Ausbildung. Zwischen den Terminen passiert nichts, und echte Coachings bekommen die Teilnehmenden nie zu sehen. Wissen kommt so an, eine professionelle Haltung nicht.

So machen wir es: Unsere Ausbildungen laufen über vier Monate bis ein Jahr. Zwischen den Live-Tagen arbeitest Du mit unserem Online-Campus und unseren Workbooks. Dort findest Du Videos zu Methoden und psychologischen Hintergründen, Aufgaben zur Selbstreflexion und echte Coachingaufnahmen unserer Lehrcoaches. An ihnen siehst Du, wie wirksame Coachings im Detail ablaufen.

3. Betreuung: Lernen durch Feedback

Die Betreuung ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Professionell coachen lernst Du nur, indem Du coachst und direkt Feedback bekommst. Coaching lebt von Feingefühl, von guten Fragen und von einer professionellen Haltung. Das kann man erklären, aber Du musst es selbst erleben und gespiegelt bekommen.

Konkret heißt das, bei Deinen Übungen schaut Dir ein erfahrener Lehrcoach über die Schulter:

  • Er sagt Dir, welche Frage gut war und worauf es beim nächsten Mal ankommt.

  • Er hilft Dir, Theorie zu vertiefen, Selbstsicherheit zu gewinnen und schwierige Situationen immer besser zu meistern.

  • Ihr reflektiert Deine Coachings gemeinsam: Warum war diese Frage gut? Worum ging es hinter den Aussagen wirklich?

Denn Coaching ist auch die Kompetenz, im Dialog nach Wahrheiten zu suchen und sie bewusst zu machen. Dieses Gespür wächst normalerweise über Jahrzehnte, durch ständiges Reflektieren. Im Austausch mit echten Experten lernst Du deutlich schneller, weil Du an ihrer Erfahrung und ihrer Art, Hypothesen zu bilden, teilhast. Dafür braucht es kleine Gruppen, in denen ein Lehrcoach wirklich Zeit für Dich hat.

Darauf achtest Du:

  • Bei Deinen Übungscoachings ist ein Lehrcoach dabei.

  • Ein Lehrcoach betreut nur wenige Teilnehmende gleichzeitig.

  • Ihr reflektiert Deine Coachings gemeinsam: was gut war und warum.

So läuft es oft: Eine Fragestunde pro Woche mit 20 Leuten im Videocall. Ein Lehrcoach, der zwölf Teilnehmende gleichzeitig betreut. Übungen, bei denen niemand zuschaut. So bleibt jeder mit seinen Fragen allein, und Fehler schleifen sich ein, statt korrigiert zu werden.

So machen wir es: An unseren Live-Tagen kommt auf vier bis fünf Teilnehmende ein Lehrcoach. Er ist bei Deinen Übungen dabei, gibt Dir direkt Rückmeldung und bespricht mit Dir, was hinter dem Gespräch lag. Dazu kommen Termine für Deine Fragen und Supervision, in denen wir echte Fälle besprechen.

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Checkliste: Die gute Coachingausbildung

7 Kriterien und 15 Fragen für Dein Erstgespräch, zum Ausdrucken

Du bekommst die Checkliste sofort hier und als Link per E-Mail. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

4. Praxis: Coachen lernst Du nur durch Coachen

Das Wichtigste am Coaching ist die Praxis. Du musst viel coachen, Feedback bekommen und in Deiner Ausbildung so viele Stolpersteine wie möglich mitnehmen. Jede schwierige Situation, die Du dort schon einmal erlebt und besprochen hast, bringt Dich später bei echten Klienten nicht mehr aus dem Konzept.

Die Zahl der betreuten Praxisstunden ist deshalb einer der wichtigsten Goldstandards einer Ausbildung. Die Coaches, die wir als wirklich sicher und wirksam erleben, haben schon in ihrer Ausbildung viele Stunden selbst gecoacht und dafür Rückmeldung bekommen. Frag deshalb nicht nur, wie viele Ausbildungstage es gibt, sondern wie viele Stunden Du davon selbst coachst und wer Dir dabei zuschaut.

Darauf achtest Du:

  • Du coachst an jedem Ausbildungstag selbst.

  • Der Anbieter kann Dir sagen, wie viele betreute Praxisstunden Du sammelst.

  • Zwischen den Modulen gibt es Übungscoachings mit Supervision.

So läuft es oft: Viel Theorie, Folien und Videos, aber kaum Zeit, um selbst zu coachen. Manche Ausbildungen kommen mit einer Handvoll Übungen aus, andere ganz ohne. Wer so startet, sammelt seine ersten echten Erfahrungen an zahlenden Klienten.

So machen wir es: An jedem Live-Tag coachst Du dreimal selbst. Dazu kommen Übungscoachings zwischen den Modulen, in der Advanced-Ausbildung zum Beispiel zwölf, und ein echter Coachingprozess, jeweils mit Supervision. Zum Schluss zeigst Du in einem Abschlusscoaching, was Du gelernt hast.

5. Methodenverständnis: Es gibt keine Wundermethode

Menschen sind verschieden. Manche sind emotional, andere sehr rational. Manche sprechen offen über alles, andere zeigen erst nach und nach, was sie wirklich bewegt. Eine Methode, die bei allen funktioniert, gibt es nicht.

Gutes Coaching heißt deshalb, ein Gespür für den anderen zu entwickeln, seine Welt zu verstehen und aus einem breiten Methodenkoffer das zu wählen, was in diesem Moment passt. Dafür musst Du Methoden nicht nur kennen, sondern verstehen, wie sie wirken und wann sie nicht passen.

Darauf achtest Du:

  • Die Ausbildung beruht auf einem fundierten Ansatz und einem professionellen Spektrum an Methoden.

  • Du lernst nicht nur Methoden, sondern verstehst, wann welche passt.

  • Niemand verspricht Dir schnelle Wunder.

So läuft es oft: Manche Ausbildungen drehen sich um eine einzige Methode, die angeblich jedes Problem löst. Versprechen wie „in 20 Minuten jedes Trauma auflösen“ sind höchst unseriös. Sie gefährden Klienten und haben im Coaching nichts verloren.

So machen wir es: Unsere Ausbildungen bauen auf dem systemischen Ansatz auf, und ihr Fundament ist in über 20 Jahren und Tausenden Coachings gewachsen. Du lernst Methoden aus der Systemik, der Tiefenpsychologie, der Verhaltenstherapie und weiteren Bereichen. So wirst Du zum echten Experten für das Thema Mensch und kannst ganz unterschiedlichen Menschen mit den richtigen Methoden helfen. In den meisten unserer Ausbildungen lernst Du über 50 Methoden und übst sie, bis Du spürst, wann welche passt.

6. Selbstreflexion: Du bist Dein wichtigstes Werkzeug

In einer guten Ausbildung geht es auch um Dich: um Deine Themen und Deine Muster. Du musst die Methoden und echtes Coaching selbst spüren. Nur so weißt Du, wie es Deinen Klientinnen und Klienten geht, und verstehst, was in einem Coachingprozess wirklich passiert.

Dabei geht es nicht darum, schon fertig zu sein, sondern Deine Themen zu kennen. Je besser Du mit Dir in Kontakt bist und Deine Geschichte und Prägungen kennst, desto weniger steuern sie später unbewusst Deine Coachings. Professionelle Coaches:

  • wissen, was in ihnen vorgeht,

  • können konstruktiv damit umgehen

  • und nutzen es sogar für den Prozess im Coaching.

Wichtig ist, dass Du dabei immer wieder mit erfahrenen Coaches arbeitest und Raum für Einzelcoachings hast. In der Gruppe lernst Du viel, aber Deine eigenen Themen bearbeitest Du am besten im geschützten Rahmen zu zweit.

Darauf achtest Du:

  • Selbsterfahrung ist fester Teil der Ausbildung und nicht nur ein Zusatz.

  • Du wirst selbst gecoacht, auch in Einzelcoachings mit erfahrenen Coaches.

  • Du lernst Deine eigenen Muster und Prägungen kennen und reflektierst sie.

So läuft es oft: Viele Ausbildungen behandeln Selbsterfahrung als Nebensache: ein Kapitel im Skript, eine Übung am Rand, ab und zu eine Partnerübung unter Teilnehmenden. Wer die eigenen Muster nie angeschaut hat, trägt sie unbemerkt in jedes Coaching. Spätestens wenn eine Klientin ein Thema anspricht, das einen selbst berührt, zeigt sich das.

So machen wir es: Selbsterfahrung gehört bei uns fest dazu. In unseren Workbooks widmest Du Dich mit gezielten Reflexionsaufgaben Schritt für Schritt Deinen eigenen Lebensthemen. An den Live-Tagen und in 1:1-Coachings begleiten Dich unsere Lehrcoaches persönlich in Deiner Entwicklung. Besonders intensiv arbeitest Du in der Expert-Ausbildung an Deinen eigenen Themen.

7. Zertifizierung: Ein Abschluss, den man kennt

Fast jede Ausbildung endet mit einem Zertifikat. Was es wert ist, hängt von zwei Dingen ab: was geprüft wird und wer es vergibt. Idealerweise zeigst Du in der Prüfung ein eigenes Coaching und reflektierst Deine Arbeit.

  • Zertifikat des Anbieters: Es sagt so viel aus wie der Ruf des Instituts und seine Prüfung.

  • Verbandszertifizierung: Verbände wie ICF oder DBVC zertifizieren nach eigenen Standards. Für die Einstiegsstufe der ICF brauchst Du zum Beispiel 60 Stunden Ausbildung und 100 Stunden Coachingerfahrung.

  • IHK-Zertifikat: Die IHK kennen Unternehmen und viele Privatpersonen, sie steht für eine externe Prüfung. Über Jahrzehnte hat sie mit staatlich anerkannten Abschlüssen wie der Berufsausbildung oder dem Fachwirt und als Begleiterin der deutschen Wirtschaft Vertrauen aufgebaut. Entsprechend streng sind die Maßstäbe, die sie an Lehrgänge mit ihrem Namen anlegt.

Ein Punkt wird oft unterschätzt: Was bringt Dir das Zertifikat für Deine Karriere oder Deine Selbstständigkeit? Frag Dich ehrlich: Kennt Dein Wunscharbeitgeber diese Zertifizierung? Kennen Deine künftigen Kunden sie, vertrauen sie ihr, sagt sie ihnen etwas? Ein Kürzel, das niemand kennt, schafft wenig Vertrauen. Gerade wenn Du mit Unternehmen arbeiten oder Dich selbstständig machen willst, hilft ein Abschluss, den Personalabteilungen und Auftraggeber kennen.

Darauf achtest Du:

  • Am Ende steht eine echte Prüfung mit einem eigenen Coaching.

  • Du weißt, wer das Zertifikat vergibt und was es aussagt.

  • Dein Wunscharbeitgeber und Deine künftigen Kunden kennen das Zertifikat und vertrauen ihm.

So läuft es oft: Das Zertifikat gibt es mit der letzten Rate, eine Prüfung findet nicht statt. Oder es stammt von einem Verband, den kaum jemand kennt. Auf dem Papier sieht das gut aus, Vertrauen bei Klienten schafft es nicht.

So machen wir es: Nach Deinem Abschlusscoaching erhältst Du das Zertifikat der Falkenberg Akademie. Zusätzlich kannst Du die Abschlussprüfung der IHK-Akademie für Ostbayern ablegen und bekommst ein IHK-Zertifikat, das Unternehmen kennen. Das gilt für alle vier Ausbildungen, vom Basic bis zum Business Coach.

Warnsignale: Hier solltest Du skeptisch werden

Über die Jahre haben wir rund 100 Ausbildungen analysiert, mit Teilnehmenden gesprochen und Erfahrungen verglichen. Das sind die wichtigsten Warnsignale, bei denen Du auf jeden Fall skeptisch werden und genauer hinschauen darfst.

  • Einkommensversprechen. Etwa „In 90 Tagen zum sechsstelligen Coachingbusiness“. Das ist eine gute Marketingaussage, um schnell viel Geld zu verdienen, aber kein Weg, seriöse Coaches auszubilden.

  • „In drei Tagen zum zertifizierten Coach“. In dieser Zeit lässt sich ein Einblick vermitteln, aber keine Ausbildung.

  • Kein Praxisteil, keine Supervision. Wer nur Videos schaut, hat nie unter Anleitung gecoacht.

  • Ein Zertifikat ohne Prüfung. Oder eines, das schon mit der Zahlung feststeht.

  • Künstlicher Zeitdruck. Ein Rabatt, der nur heute gilt, oder die Anmeldung direkt im ersten Gespräch.

  • Eine Wundermethode. Eine einzige Methode, die angeblich jedes Problem löst.

  • Unklare Gesamtkosten. Gebühren, die erst nach der Anmeldung auftauchen.

  • Lehrende ohne Coachingpraxis. Wer selbst nicht coacht, kann nur weitergeben, was im Lehrbuch steht.

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Checkliste: Die gute Coachingausbildung

7 Kriterien und 15 Fragen für Dein Erstgespräch, zum Ausdrucken

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Die Checkliste für Dein Erstgespräch

Nimm diese Fragen mit in Deine Gespräche mit Ausbildungsanbietern. Ein guter Anbieter kann jede davon konkret beantworten. Direkt darunter kannst Du Dir die Liste mit Vergleichstabelle für bis zu drei Anbieter als PDF holen.

Lehrtrainer

  • Wer unterrichtet, und coachen die Lehrenden selbst noch aktiv?

  • Kann ich die Lehrtrainer vor der Anmeldung kennenlernen?

Aufbau

  • Wie lange dauert die Ausbildung, und was passiert zwischen den Modulen?

  • Sehe ich echte Coachings?

Betreuung

  • Wie viele Teilnehmende kommen in den Übungen auf einen Lehrcoach?

  • Reflektiert ein Lehrcoach meine Coachings mit mir?

Praxis

  • Wie viele Stunden coache ich selbst, und wer schaut mir dabei zu?

  • Begleite ich einen echten Coachingprozess?

Methodenverständnis

  • Auf welchem Ansatz beruht die Ausbildung?

  • Wie viele Methoden lerne ich, und wie übe ich sie?

Selbstreflexion

  • Wie viel Raum gibt es für meine eigenen Themen, auch in Einzelcoachings?

Zertifizierung

  • Was wird in der Prüfung verlangt, und wer vergibt das Zertifikat?

  • Kennen Unternehmen und Kunden dieses Zertifikat, und vertrauen sie ihm?

Rahmen

  • Was kostet die Ausbildung insgesamt, mit Prüfung und Material?

  • Was passiert, wenn ich einen Termin verpasse?

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Checkliste: Die gute Coachingausbildung

7 Kriterien und 15 Fragen für Dein Erstgespräch, zum Ausdrucken

  • Die 7 Kriterien mit Checkliste auf einer Seite
  • 15 Fragen mit Vergleichstabelle für bis zu drei Anbieter
  • Warnsignale und Platz für Deine Notizen

Du bekommst die Checkliste sofort hier und als Link per E-Mail. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

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Fazit

Eine gute Coachingausbildung erkennst Du nicht am Titel und nicht am Preis. Du erkennst sie an Lehrtrainern, die selbst coachen, an einem Aufbau mit genug Zeit, an enger Betreuung, an viel Praxis, an einem breiten Methodenverständnis, an Raum für Deine eigene Entwicklung und an einem Zertifikat, das Deine Klienten kennen.

Nimm Dir für die Entscheidung Zeit und stell die Fragen aus der Checkliste. Der Traum vom Coaching lebt, wenn die Ausbildung stimmt.

Wie wir unsere Ausbildungen aufbauen, siehst Du in der Übersicht aller Ausbildungen. Und wenn Du die Fragen direkt an uns stellen willst, buch Dir ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine gute Coachingausbildung?

Das hängt von Deinem Ziel ab. Für einen fundierten Einstieg in Gesprächsführung und Coachinghaltung reichen einige Monate. Wer professionell oder selbstständig coachen will, sollte mit etwa einem Jahr berufsbegleitender Ausbildung rechnen. Wichtiger als die Dauer ist, wie oft Du in dieser Zeit selbst coachst und wie eng Du dabei begleitet wirst.

Was kostet eine Coachingausbildung?

Die Spanne ist groß. Schon 2013 reichte sie laut Stiftung Warentest von knapp 300 bis rund 17.000 Euro. Vergleiche nicht nur den Preis, sondern was enthalten ist: Live-Tage, Betreuung, Supervision, Prüfung und Begleitung nach dem Abschluss. Viele Anbieter ermöglichen Ratenzahlung, und oft beteiligt sich der Arbeitgeber.

Was ist der Unterschied zwischen Life Coach, Systemischem Coach und Business Coach?

Die Begriffe sind nicht geschützt und werden unterschiedlich verwendet. „Systemischer Coach“ beschreibt meist den Ansatz, also wie gearbeitet wird. „Life Coach“ und „Business Coach“ beschreiben eher das Feld: persönliche Themen oder Themen aus Beruf und Führung. Frag immer nach, was konkret in der Ausbildung steckt.

Ist eine Coachingausbildung mit IHK-Zertifikat besser?

Ein IHK-Zertifikat ist ein Abschluss, den Unternehmen und viele Klienten kennen und dem sie vertrauen. Die IHK hat sich diesen Ruf über Jahrzehnte mit staatlich anerkannten Abschlüssen erarbeitet und legt strenge Maßstäbe an Lehrgänge mit ihrem Namen an. Für Deine Karriere oder Deine Selbstständigkeit ist das ein echter Vorteil. Schau trotzdem auch auf die Inhalte: Wie viel Praxis, Betreuung und Selbsterfahrung steckt in der Ausbildung?

Brauche ich Vorkenntnisse für eine Coachingausbildung?

In der Regel nicht. Wichtiger als eine bestimmte Vorbildung sind die Bereitschaft, Dich selbst zu reflektieren, und echtes Interesse an Menschen. Berufserfahrung hilft, besonders im Business Coaching.

Muss meine Coachingausbildung von einem Verband anerkannt sein?

Gesetzlich nicht. Eine Anerkennung lohnt sich, wenn Du Dich später selbst zertifizieren lassen willst, etwa bei der ICF. Für deren Einstiegsstufe brauchst Du unter anderem 60 Stunden Ausbildung und 100 Stunden Coachingerfahrung. Frag vor der Anmeldung, ob und wie die Ausbildung angerechnet wird.

Kostenloses Erstgespräch

Unsicher, welche Ausbildung zu Dir passt?

Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir die Checkliste gemeinsam durch und beantworten jede Frage zu unseren Ausbildungen. Offen und ohne Verkaufsdruck.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Wir gehen Deine Fragen und die Checkliste gemeinsam durch
  • Du erfährst, welche Ausbildung zu Deinem Ziel passt
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Ausgebildete Coaches und Bewertungen unserer Coachingausbildungen

Das Team der Falkenberg Akademie

Zum Mitnehmen

Die Checkliste für Deine Entscheidung

Mit Vergleichstabelle für bis zu drei Anbieter: Du siehst auf einen Blick, wer Deine Fragen wirklich beantwortet.

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  • 15 Fragen mit Vergleichstabelle für bis zu drei Anbieter
  • Warnsignale und Platz für Deine Notizen

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